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Chapter 2 No.2

A. Allgemeines.

Der Luftwiderstand ist die Ursache der in der Luft verz?gerten Bewegung von Flugobjekten im Gegensatze zur Bewegung im luftleeren Raume.

Das Luftwiderstandsgesetz ist jener analytische Ausdruck, welcher den Einflu? s?mtlicher, die absolute Gr??e des Luftwiderstandes bestimmenden Elemente rechnungsm??ig darstellt.

Hervorgerufen wird der Luftwiderstand dadurch, da? das Flugobjekt an die Luft eine bestimmte Menge Energie übertr?gt.

Wie aus Obigem hervorgeht, ist der Luftwiderstand eine Kraft, welcher bei Bewegung des Flugobjektes an demselben wirkt und einen Verlust an Energie hervorbringt. Dieser Verlust mu?, nach dem bekannten Satze von der Arbeit, wonach die Aktion stets dasselbe Ma? an Reaktion hervorbringt, gleich sein der auf die Luft übertragenen Energie-Menge.

Wie an jeder Kraft, ist auch an dem Luftwiderstande zu unterscheiden zwischen der Gr??e und der Richtung derselben. Diese Elemente h?ngen, wie eine einfache überlegung lehrt, ab von:

a) der Geschwindigkeit der Bewegung;

b) den Dimensionen des K?rpers;

c) der Gestalt des K?rpers;

d) der Lage der jeweiligen Achse;

e) dem Zustande der Luft.

In der Flugtechnik befassen wir uns im allgemeinen nur mit Geschwindigkeiten bis zu 50, eventuell 80, im Maximum 100 Meter per Sekunde, also mit geringen Gr??en im Gegensatze zur Ballistik.

Die Gestalt der zu betrachtenden K?rper ist meist eine fl?chenartige oder doch eine aus einer Kombination von Fl?chen zusammengesetzte. Nur selten werden Rotationsk?rper in Anwendung kommen.

B. Experimente.

Zur Ermittlung des Luftwiderstandsgesetzes wird ausschlie?lich der experimentelle Weg eingeschlagen. Es würde zu weit führen, alle Methoden und darauf bezügliche Daten hier auch nur auszugsweise wiederzugeben. Die Vornahme dieser Experimente soll stets in gro?en, geschlossenen R?umlichkeiten geschehen. Die Resultate der in der freien Atmosph?re veranstalteten Experimente sind infolge von Wind und sonstigen Witterungserscheinungen so voll von Fehlerquellen, da? sie wenig brauchbar werden. In diese Kategorie geh?ren Versuche von Langley, Wellner, Cailletet, Collardeau, Touche, Lilienthal u. a. Die Experimente selbst teilen sich in solche mit Rundlauf- und in solche mit Wageapparaten gemachte ein, über deren Gebrauch und Verwendung man in von Loessls ausgezeichneten Schriften, besonders in seinem Hauptwerke: ?Die Luftwiderstandsgesetze, der Fall durch die Luft und der Vogelflug?, Wien 1896, die Seiten 3-23 nachlesen wolle.

Fig. 1. Friedrich Ritter von Loessl, der bis jetzt erfolgreichste Experimentator auf dem Gebiete des Luftwiderstandes.

Bei allen werden ebene, dünne Fl?chen in gleichm??ige Bewegung gesetzt und die sich hierbei ergebenden Widerst?nde ihrer Gr??e nach durch wiederholt angestellte Versuche ermittelt. Diese Messungen erfordern einen gro?en Aufwand von Zeit, Mühe, Geduld, Flei?, Accuratesse, Geld u. dgl. mehr und sind viele Jahre hindurch in geradezu mustergiltiger Weise von Loessl ausgeführt worden.

Ein Blick auf die hier beigefügte Tafel, welche eine Anzahl von diesem hervorragenden Experimentator verfertigter Versuchsmodelle im Bilde enth?lt, l??t die aufgewendete Arbeitsleistung ahnen.

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  1. Chapter 1Chapter 1 No.1
  2. Chapter 2Chapter 2 No.2
  3. Chapter 3Chapter 3 Resultate.

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