/1/132242/coverbig.jpg)
Chapter 3 Resultate.
Infolge der oben besprochenen Gründe anerkennt man heute als einwandfrei nur jene Resultate, welche von Loessl bei seinen minuti?sen Luftwiderstandsmessungen gefunden hat.
Um die Ergründung dieses Luftwiderstandsgesetzes machten sich au?erdem noch folgende Experimentatoren verdient:
Newton, Bernoulli, Euler, Borda, Robins, Thibault, du Buat, Poncelet, Kummer, Didion, Piobert, Robin, Rouse, Hutton, Vince, Helie, Virlet, Majewski, Bashfort, Krupp, Wellner, Lilienthal, Langley, Maxim, Weisbach, Renard, Eytelwein, Gerlach, Lord Raleigh, Smeaton etc. etc.
Aus dieser Aufz?hlung allein kann man schon ermessen, wieviel auf diesem Gebiete experimentiert wurde; trotzdem sind noch bei weitem nicht alle Fragen einspruchsfrei beantwortet.
Die Gr??e des Luftwiderstandes ist innerhalb jener Geschwindigkeitsgrenzen, welche uns interessieren, gleich gro?, ob sich nun eine Fl?che mit einer bestimmten Geschwindigkeit in ruhender Luft vorw?rts bewege, oder ob dieselbe Fl?che im Raume feststehend, von immer gleichf?rmig bewegter Luft mit derselben Geschwindigkeit getroffen werde. Stets kommt es auf die relative Bewegung zwischen Luft und Flugobjekt an.
Mit Hilfe von Experimenten, indem man Fl?chen von bekannter Gr??e mit variablen Geschwindigkeiten umlaufen lie?, hat man gefunden, da? der Luftwiderstand proportional der Gr??e der bewegten Fl?che sei und mit dem Quadrate der Geschwindigkeit der Luft wachse.
Von einem gewissen Einflusse ist auch das Gewicht der Luft, in dem die Fl?chen- oder K?rperbewegungen vor sich gehen. Hierbei mu? man sich gegenw?rtig halten, da? das Gewicht der Luft von der Temperatur und dem Luftdrucke abh?ngig ist.
Die geometrische Figur der Experimentalfl?che hat einen mehr untergeordneten Einflu?.
Kleine Versuchsobjekte in dem Loesslschen Laboratorium für Luftwiderstands-Messung.
September 1902.
Vor der Fl?che bildet sich ein sogenannter Luftkegel, das ist ein Kegel ruhender komprimierter Luft, welche sich im Zustande des statischen Gleichgewichtes befindet und der die bewegte Luft gleichsam keilf?rmig ablenkt.
über die ?u?ere Luftreibung liegen noch sehr wenige Daten vor, im allgemeinen vernachl?ssigt man sie.
überhaupt ist dieses Gebiet, so grundlegend das Luftwiderstandsgesetz für die theoretische Behandlung des Gegenstandes genannt werden mu?, noch ein viel zu wenig durchforschtes.
Allgemein ausgedrückt, ist der Luftwiderstand direkt proportioniert einem Produkte, bestehend aus dem spezifischen Gewichte der Luft, der Fl?che, einem dieser entsprechenden Koeffizienten, dem Quadrate der Geschwindigkeit und umgekehrt proportioniert der Accelleration der Schwere.
Im algebraischen Gewande lautet diese Formel:
R = γ
g ξ F v2 , worin bedeuten:
R = den Luftwiderstand in kg einer Fl?che von beliebiger Gestalt;
γ = das spezifische Gewicht der Luft in kg, bei der jeweilig herrschenden Temperatur und dem betreffenden Barometerstande;
g = die Accelleration der Schwere;
F = die Fl?che in m2;
ξ = einen von der Form und Lage der Fl?che abh?ngigen Koeffizienten. Bei ebenen Fl?chen, welche geneigt sind, ist ξ = sin α, d. h. gleich dem Sinus des Neigungswinkels;
v = die relative Bewegung zwischen Luft und Fl?che in Meter per Sekunde.
D. Folgerungen aus dem Luftwiderstandsgesetze.
Die Arbeitsgleichung des Luftwiderstandsgesetzes gibt uns wertvollen Aufschlu? über die für flugtechnische Probleme so wichtigen Arbeitsleistungen. Die Experimente lehren uns, da? die Arbeit mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit w?chst, was wohl zu beherzigen ist.
Aus den einzelnen, hier nicht wieder gegebenen Formeln lassen sich eine ganze Reihe h?chst wichtiger Gleichungen entwickeln, welche nicht nur über die Natur des Luftwiderstandsgesetzes vieler einschl?giger flugtechnischer Fragen Aufkl?rung geben, sondern uns überhaupt neue Bahnen bei Behandlung dieses Gegenstandes er?ffnen.
Wer sich für dieses Kapitel intensiv interessiert, den verweise ich auf das Loesslsche Werk über die Luftwiderstandsgesetze pag. 149-178 und auf meine Schrift: ?Das Loesslsche Luftwiderstandsgesetz und dessen Anwendung auf die Flugtechnik?, Sonderabdruck aus den ?Technischen Bl?ttern? in Prag.
Chapter list
54 chapters total
/0/12839/coverbig.jpg)
/1/133014/coverbig.jpg)
/1/133234/coverbig.jpg)
/1/115244/coverbig.jpg)
/1/114114/coverbig.jpg)
/1/115850/coverbig.jpg)
/1/113680/coverbig.jpg)
/1/130864/coverbig.jpg)
/1/114991/coverbig.jpg)
/1/133515/coverbig.jpg)
/1/114983/coverbig.jpg)
/1/131818/coverbig.jpg)